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Dichtheitsprüfung von Schornsteinen und Abgasanlagen

26.11.2020 02:45 UhrMartin Bott

 

Heizungsanlagen in Niedertemperatur- oder Brennwerttechnik erzeugen immer weniger Abgastemperaturen. Niedrige Abgastemperaturen können jedoch dazu führen, dass die Abgase nicht mehr über genügend Energie verfügen, um durch den Schornstein oder die Abgasleitung ins Freie zu entweichen. Um dennoch eine einwandfreie Funktion der Heizungsanlage zu gewährleisten, müssen die Abgase mit Hilfe von Gebläsen oder Ventilatoren ins Freie transportiert werden. Hierbei entsteht ein Überdruck innerhalb der Abgasanlage. Eventuelle Undichtheiten in den Abgasleitungen würden also zum Austritt giftiger Abgase in die Raumluft führen. Daher empfiehlt es sich eine Dichtheitsprüfung der Abgasanlage durchzuführen.

Wir prüfen für Sie aIhren Schornstein oder Abgasanlage die ausreichende Dichtigkeit  mit einem speziellen Abgasleitungs- Dichtheitsprüfgerät ( DP 600 von der Fa. Wöhler).

 

Ablauf der Dichtheitsprüfung:

Vor Beginn der Prüfung wird die innere Oberfläche der Abgasanlage ermittelt. Diese ergibt sich aus dem inneren Umfang und der Länge. Danach errechnen wir die maximal zulässige Leckrate. Der nächste Schritt ist das endseitige Abdichten der Abgasanlage mit auf den Anlagenquerschnitt abgestimmten Abdichtblasen. Das Messgerät wird in Betrieb gesetzt und der Verdichter beginnt Luft in die abgedichtete Anlage zu pumpen. Bei Erreichen des erforderlichen Prüfdruckes wird dieser beibehalten. Das weitere zuführen von Luft zur Aufrechterhaltung des Prüfdruckes, stellt die Leckrate der Abgasanlage dar. Diese wird mit dem erreichten Wert verglichen. Der Vergleich von gemessenem Ist- und errechnetem Sollwert, nach Ausführung der Arbeiten, ermöglicht nun eine Aussage über die Einhaltung der erforderlichen Betriebsdichtigkeit der verwendeten Abgasanlage.

Zur Prüfung der Betriebsdichtigkeit von Schornsteinen oder Abgasleitungen verwenden wir ein Dichtigkeitsprüfgerät.